Anreise aus Huê

Wir nahmen nach dem leckeren Frühstück den Zug nach Dong Hoi, dem Ort mit der nächsten Zugstation zum Nationalpark Phong Nha. Das super freundliche Hotelpersonal in Huê organisierte uns vorher noch ein Taxi, der für uns am Geldautomaten anhielt und gab uns eine leckeren Früchtemix mit auf die Fahrt. Wir erreichten den Zug gerade rechtzeitig und fuhren 4 Stunden durch die Landschaften und Städte Richtung Norden.

In Dong Hoi angekommen mussten wir irgendwie nach Phong Nha 40 km in die Berge kommen. Denn dort hatten wir ein Hotel gebucht, um so nah wie möglich an den drei der vier größten Höhlen der Welt zu schlafen. Leider verpassten wir den letzten öffentlichen Bus dort hin um 17 Uhr. Die letzte Möglichkeit war ein Taxi. Zwar bot uns das Hotel, sowie der Taxifahrer vor Ort einen Preis von 500.000 VDN, da wir aber keine Ahnung hatten und uns das ziemlich teuer vor kam bestanden wir aufs Taximenter…

Tja dumm gelaufen: kostete am Ende 620.000VDN also fast 24€. Zwar immer noch billiger als in Deutschland, aber für hiesige Verhältnisse und unser schwindendes Budget ziemlich schmerzhaft wenn man bedenkt, dass uns der Bus für beide nur 80.000 VDN also 3.07€ gekostet hätte. Egal, konnte man nicht ändern, also kamen wir am Hotel an und bezogen unser Zimmer. Das Hotel ist eigentlich echt schnuckelig, denn es ist Familienbetrieben und der Sohn, der gerade seine Schule beendet hat war ultra nett und konnte relativ gut englisch. Wir liehen uns zwei Fahrräder aus, die zum Hotel für die Gäste gratis zur Verfügung gestellt wurden und gingen noch etwas zu Abend essen.

Es war bereits dunkel und wir hundemüde. Wir holten uns noch Tourinformationen ein für die Höhlen rings herum, aber buchten hiervon nichts weil die Preise übertrieben hoch waren. Wir recherchierten im Internet und uns wurde schnell klar, dass hier alles eine ziemliche Touristenfalle (in unseren Augen nach der ganzen Reise Erfahrung bisher) sei. Wir machten noch ein paar Instagram Versuche und gingen dann mit früh gestellte Wecker ins Bett.

Die größten Höhlen der Welt

Unser Ausflug ging auf eigene Faust mit einem Motorbike für 120.000 VDN (ca. 4,60 EUR) vom Hotel in Richtung Paradise Cave. Die Fahrt dorthin ist echt schön und es gibt Felder der Bauern, kleine Dörfer und die Berge mit dem dick bewachsenen Dschungel zu sehen.

Weil wir zu spät aufgestanden sind und gefrühstückt haben schafften wir es erst auf 9 Uhr zur Höhle was in unseren Augen schließlich zu spät war, denn es standen bereits 15 Touristenbusse auf dem Parkplatz und dementsprechend viel Trubel war in der Höhle. Von den ca. 40 km Länge der Höhle sind nur ein paar Hundert Meter für Touristen auf einem Holzsteg mit Treppen ohne Führung begehbar.

Man parkt am Fuß des steilen Berges und läuft dann 200m bis zum Ticketschalter und dann wird einem angeboten per Golfcart bis zum Treppenanstieg gefahren zu werden. Man kann aber auch laufen und das dauert ca. 10 Minuten und ist relativ flach aber sehr schön. Wir haben einiges an wilden Tieren gesehen: Schmetterlinge, Schrecken die aussehen wie Äste, große Eidechsen, Spinnen usw.

Dann kommt aber noch der Aufstieg es geht ein gutes Stück steil bergauf und man kommt ganz schön ins schwitzen. Aber selbst für untrainierte Personen zu schaffen.

Dann geht es in die Höhle durch eine total kleine Felsritze. Unser Hotelier sagte uns später, dass sein Großvater und viele davor die Höhle auch schon kannten und sie eigentlich nicht erst 1992 entdeckt wurde wie man überall liest. Es war damals für die „Locals“ die mehrere Tage im Dschungel jagen gingen ein Unterschlupf zum übernachten.

Die Höhle ist riesig und die längste Trockenhöhle von Asien. Sie hat teilweise Höhen von bis zu 72 Meter und Breiten bis zu 150 Meter. Ebenso groß sind die Tropfsteine… Stalagmiten und Stalagtiten die teilweise bis zu 20 Meter hoch sind. Der Holzsteg mit einigen Aussichtsplateaus führt etwa 1 km lang hinein und zurück geht man den selben Weg.

Es gibt aber auch eine Tour die mit Führer 3.5 km in das Höhleninnere führt erfuhren wir später. Das ist sicher cooler, denn der Eindruck leidet sehr unter den lauten weiteren Touristen die hier ei Fach schnell hin und zurück laufen und von allein ein Foto machen, aber nichts wirklich ansehen.